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Mein Beitrag zum Internet - mbzi.de

Was ist Sommersmog?

Zu Beginn unsereres Jahrtausends wurde in jedem Sommer in den Medien bei sonnigem Wetter immer wieder vor zu hohen Ozon-Konzentrationen gewarnt und dazu geraten, körperliche Anstrengungen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen. Begründet wurden diese Warnungen in der Regel mit der zu hohen Ozon-Konzentration in der Luft. Außerdem gab es vereinzelt Fahrverbote für PKW ohne Katalysator.

Ozon ist ein bereits in relativ geringen Konzentrationen reizendes Gas. Es ist dann nicht wirklich giftig, mag aber bei empfndlichen Menschen zu Problemen führen. So kann es zu atembeschwerden, einem gereizten und trockenem Rachen, Husten und verstärkter Schleimbildung im in Bronchien kommen. Außerdem kann Ozon Augenreizungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und einer Schwächung des Imunsystems verursachen.

Natürlich sind auch Pflanzen und Tiere durch hohe Ozonkonzentrationen beeinträchtigt. So wirkt es in Pflanzen beispielsweise als Zellgift und kann zu einer Hemmung der Wasseraufnahme und der Photosynthese führen.

Die hohen Ozonwerte in bodennähe haben nur indirekt mit dem Ozonloch zu tun, d.h. sie hängen mit dem Ozonloch zusammen, haben aber nicht unbedingt die gleichen Ursachen. Da durch die Verringerung der Ozon-Konzentration in der Stratosphäre mehr UV-Strahlung die bodennahen Luftschichten erreicht und UV-Strahlung maßgeblich an der Ozon-Bildung beteiligt ist (s. Ozon), ist die erhöhte Ozon-Konzentration in bodennähe sicherlich auch eine Folge des Ozonlochs.

Ein weiterer Grund für die erhöhten Ozonwerte ist allerdings die Luftverschmutzung, insbesondere durch die Stickoxide NO und NO2. Diese beiden Verbindungen katalysieren, d.h. "beschleunigen" die Ozonbildung aus "normalem" Sauerstoff und tragen so ebenfalls in erheblichen Umfang zur Steigerung der Ozon-Konzentration bei. Da die Ozonbildung durch NO2 allerdings nur bei Einwirkung von UV-Strahlung ablaufen kann, spielt auch hier das Ozonloch wieder eine entscheidende Rolle.

Die UV-Strahlung ist deshalb auch der Grund, dass überhöhte Ozonwerte nur im Sommer bei sonnigem Wetter und nur während des Tages gemessen werden. Ohne intensive Sonneneinstrahlung steigen die Ozonwerte auch bei hohen Stickoxid-Konzentrationen nicht in kritische Bereiche.

Die Stickoxide, die unter anderem für die hohen Ozonwerte an Sonnentagen im Sommer verantwortlich gemacht werden, entstehen überall dort, wo Luft bei hohen Temperaturen an Verbrennungen teilnimmt, also z.B. im Automotor. Der Katalysator, den die meisten PKW heute besitzen, baut diese Stickoxide allerdings zum großen Teil wieder ab, so dass Autos mit Katalysator nur wenig Stickoxide ausstoßen. Allerdings erreicht der Katalysator erst nach "längerer" Fahrt seine Betriebstemperatur und erst dann funktioniert er wirklich richtig. Direkt nach Antritt der Fahrt ist er auch in den modernsten Autos ohne Funktion.